Mit diesen Methoden habe ich meine Cellulite bekämpft

Das böse Erwachen kam beim Shoppen

Als ich mich beim Kauf einer neuen Jeans vor dem riesigen Spiegel in der Umkleidekabine auszog, bekam ich einen richtigen Schock. Jetzt wurde offenbar, wie schlimm es um mein Aussehen wirklich stand. Mir kamen die Tränen in die Augen, als ich mich zur Seite drehte, um mich von hinten im Spiegel sehen zu können. Überall Furchen und Dellen. Besonders mein Po war betroffen. Ich schämte mich richtig und ich zog mir schnell wieder die Hose an, weil ich nicht wollte, dass mich die Verkäuferin so sah. Noch völlig verstört, verließ ich das Geschäft und fuhr auf direktem Weg nach Hause. Dort angekommen rief ich meine beste Freundin an und klagte ihr mein Leid. Sie versuchte mich zu beruhigen, meinte dass Cellulitis zwar nicht besonders attraktiv aussieht, aber dass man gegen Cellulite nicht machtlos ist und dass man dagegen etwas tun kann.

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Es musste etwas geschehen

Auf ein Wunder brauchte ich nicht zu hoffen, aber mir war klar, dass ich etwas unternehmen musste, denn der Sommer stand vor der Tür und ich bin eine richtige Badenixe, die wahnsinnig gerne ins Freibad geht. Zudem war ich zu dem Zeitpunkt schon eine ganze Weile Single. Wie sollte ich mit diesem Aussehen denn jemals wieder einen Partner finden? Ich stehe auf muskulöse und durchtrainierte Männer und ich war mir sicher, dass dieser Typ Mann, sich sicherlich nicht für eine Frau mit Cellulitis begeistern kann. Doch aufgeben liegt mir nicht. Deshalb hatte ich den Entschluss gefasst, den Kampf gegen die Cellulitis aufzunehmen.

Was ist Cellulite überhaupt?

Genau wusste ich es nicht. Doch um sie zu bekämpfen, musste ich mich erst einmal ausführlich darüber informieren, was Cellulitis ist und wie sie entsteht.

Cellulitis ist sozusagen eine „unglückliche“ Art der Fettspeicherung, wie sie hauptsächlich bei Frauen auftritt. Weibliche Sexualhormone lenken die Fettreserven bevorzugt unter die Haut an Oberschenkeln und Po. Wenn sie dort auf ein schwaches Bindegewebe treffen, schließen sich die Fettzellen zu größeren Paketen zusammen und drücken in die Haut, wodurch die „Kraterlandschaft“ entsteht, die sich Cellulitis oder Orangenhaut nennt. Ganz anders verhält es sich bei den Männern. Deren Fettreserven werden überwiegend zwischen den Organen im Bauchraum abgelagert, wodurch der sogenannte Bier- oder Schmierbauch entsteht. Weiter erfuhr ich bei meinen Recherchen, dass es genetisch bedingt ist, wie stark die Cellulite ausgeprägt ist. Ursachen können auch Wassereinlagerungen und eine schlechte Durchblutung sein.

Mein Kampf gegen die Cellulite

Bei meinen Recherchen, die ich überwiegend im Internet anstellte, stieß ich auf unzählige Ratschläge, oft auch auf angepriesene Wundermittel, die schnelle Erfolge versprachen. Doch wie schon erwähnt, an Wunder glaube ich nicht und deshalb habe ich mich ausschließlich auf anwendbare Tipps konzentriert. Schon nach ein paar Stunden Lektüre war mir klar, wo ich ansetzen musste. Am erfolgsversprechenden kamen mir folgende drei Ratschläge vor:

  • die Ernährung umstellen
  • Sport treiben
  • professionelle Lymphdrainage durch einen Physiotherapeuten

Ich stellte meine Ernährung um

Um keinen Fehler zu begehen, fragte ich einen Ernährungsexperten aus meinem Bekanntenkreis um Rat. Der warnte mich erst einmal davor, eine Radikaldiät zu machen, weil extremes Fasten zum Abbau von Muskelgewebe führt und die Haut sich so auf einen rapiden Gewichtsverlust einstellen muss. Tritt dann später unter Umständen der sogenannte Jo-Jo-Effekt ein und legt der Körper wieder an Gewicht zu, leiern die Haut und das Bindegewebe buchstäblich aus, wodurch nur noch mehr Cellulitis entsteht. Langfristige Erfolge sind also nur durch eine dauerhafte Ernährungsumstellung zu erzielen.

Diese Lebensmittel habe ich von meinem Speiseplan gestrichen:

  • Fast Food wie Hamburger, Pizza & Co.
  • Teigwaren wie Kuchen, Weißbrot und Nudeln
  • Süßigkeiten wie Torten, Schokoladen und Gummibärchen
  • fettes Fleisch wie beispielsweise Schweinefleisch

Mein Bekannter erklärte mir, dass die überwiegende Ernährung mit den sogenannten einfachen Kohlenhydraten und Fetten, die Entstehung von Cellulite fördert.

Diese Lebensmittel habe ich überwiegend in meinen Speiseplan integriert:

  • Vollkornprodukte wie Vollkornnudeln, Vollkornbrot
  • Fisch, auch Shrimps und Langusten
  • frisches Gemüse aller Art
  • überwiegend Vitamin-C-haltiges Obst wie Kiwis und Orangen
  • Wichtig ist, viel zu trinken

Mein Bekannter riet mir zu stillem Mineralwasser, zu gesüßten Tees und zu Buttermilch. Zudem empfahl er mir, 2-3 Gläser Molke täglich zu trinken, weil Molke zusätzlich helfen soll, ein strafferes Bindegewebe aufzubauen.

Das Ergebnis meiner Ernährungsumstellung:

Innerhalb der nächsten zwei Monate nahm ich acht Kilo ab und kam auf mein Idealgewicht. Wie mir der Ernährungsexperte empfohlen hatte, behielt ich die Ernährungsumstellung bei, sodass der Jo-Jo-Effekt nicht bei mir eintrat. Ich war sichtbar schlanker geworden und fühlte mich richtig energiegeladen. Meine Cellulitis war etwas weniger geworden und ich wusste, dass ich auf dem richtigen Weg war.

Lymphdrainage bei einem Physiotherapeuten

Vom Ergebnis meiner Ernährungsumstellung motiviert, vereinbarte ich einen Termin beim Physiotherapeuten, dessen Sitzungen mit 40 Euro pro 45 Minuten, nicht gerade preisgünstig sind. Der erklärte mir, dass er die Verklebungen lösen wolle, indem er die Flüssigkeiten in meinen Unterhautfettzellen durch Druckbewegungen wieder zum Fließen bringt. Noch bevor er mit der Lymphdrainage begann, legte er mir ein Maßband um meine Oberschenkel, damit er nach einem paar Sitzungen nachmessen könne, ob die Behandlung den gewünschten Erfolg erziele. Anschließend massierte er in rhythmischen und kreisenden Bewegungen, die Lymphknoten an Hals, Bauch und an den Oberschenkeln, was sich sehr angenehm anfühlte und gar nicht wehtat. Schon nach sieben Sitzungen waren deutliche Ergebnisse sichtbar und meine Oberschenkel um 3 cm schlanker.

Insgesamt nahm ich an zehn Sitzungen teil, wodurch sich mein Oberschenkelumfang um 5 cm verringerte. Obwohl mich die Lymphdrainage rund 400 Euro kostete, so war sie doch sehr effektiv. Aus meiner Sicht hat sich die Ausgabe mehr als gelohnt.

Kleiner Tipp:

Nach der Behandlung beim Physiotherapeut, habe ich mir einen Massageroller zugelegt, der mit 1350 versilberten Nadelspitzen, die auf federnde Rollen aufgesetzt sind, über die Haut geführt wird. Die Massage mit dem Roller hat einen ähnlichen Effekt, wie die Lymphdrainage beim Physiotherapeut. Die Durchblutung wird angekurbelt und die Flüssigkeiten in den Unterhautfettzellen werden zum Fließen gebracht. Die Massage mit dem Roller ist zwar nicht so effektiv, wie eine professionelle Lymphdrainage, aber sie wirkt. Meine Haut bleibt straff und wird besser durchblutet. Einziger Nachteil: Die empfohlenen 20 Minuten Massage sind ein wenig anstrengend und machen sich in den Oberarmen bemerkbar.

Mit Sport das Bindegewebe straffen, Muskeln aufbauen und die Cellulite effektiv bekämpfen

Ausdauersportarten wie Walking, Jogging, Fahrradfahren und Schwimmen sind sehr wirkungsvoll. Ich habe mich für das Schwimmen entschieden, weil ich das Wasser liebe und mich, ehrlich gesagt, nicht dazu aufraffen kann, mich bei Wind und Wetter draußen zu bewegen. Denn wenn der Sport etwas bringen soll, ist regelmäßige Bewegung angesagt. Am besten täglich, zumindest aber dreimal die Woche. Weil ich durch die Ernährungsumstellung und die Lymphdrainagen-Behandlung schon deutlich weniger Cellulitis hatte, wagte ich mich nun auch wieder, mich im Badeanzug in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Während des Sommers schwamm ich täglich morgens 20 Minuten im Freibad und im Winter, setzte ich mein Training im Hallenbad fort. Allerdings nur dreimal die Woche abends.

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Zusätzliche Sportübungen, die mir geholfen haben

Die Brücke:

Um meinen Po zu trainieren, mache ich die „Brücke“. Dazu lege ich mich mit dem Rücken auf den Boden und stelle meine Beine angewinkelt auf. Meine Arme lasse ich seitlich am Körper liegen, sodass die Handflächen nach unten zeigen. Anschließend hebe ich mein Becken so weit an, dass mein Oberkörper und meine Oberschenkel eine gerade Linie bilden. In dieser Stellung verharre ich ca. 10 Sekunden und absolviere zehn Wiederholungen.

Der Adduktorenlift:

Damit trainiere ich meine Oberschenkel und meinen Po. Dazu lege ich mich in die Seitenlage und Stütze eine Hand vor dem Körper auf. Das obere Bein zieh ich zum Körper und lege es vor ihm ab. Das untere Bein strecke ich, ziehe die Fußspitzen an und senke und hebe es langsam, bis zu 15 mal.

Wichtig: Diese Übungen sind sehr effektiv, aber nur, wenn sie mindestens zweimal täglich absolviert werden.

Fazit: Nach ungefähr sechs Monaten hatte sich meine Cellulitis deutlich reduziert. Heute, ein Jahr, nach dem ich der Orangenhaut den Kampf angesagt hatte, ist von der Cellulitis nichts mehr zu sehen. Ich bin schlanker geworden, zudem beweglicher und fitter. Ich möchte jede Frau mit Cellulitis dazu animieren, es mir gleich zu tun. Gebt nicht auf und unternehmt etwas gegen die Cellulitis. Die Hartnäckigkeit zahlt sich aus.

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